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Die Geschichte der AV Vindelicia

Am 16. Oktober 1901 gründeten vier Studenten der Universität Innsbruck in ihrem Wohnort Hall in Tirol den katholischen "Akademischen Verein Vindelicia". Einer der Gründungsburschen gehörte der im Jahr zuvor entstandenen Akademischen Tischgesellschaft Halesia an, alle vier waren während ihrer Gymnasialzeit in Hall bei der katholischen Mittelschulverbindung Sternkorona (gegr. 1888) aktiv. Die vier Gründungsburschen waren die ersten Chargen:

  • Senior phil. Josef Wolf v/o Giselher
  • Consenior phil. Jakob Moser v/o Suff
  • Schriftführer iur. Ferdinand von Trentinaglia v/o Telemach (er war im WS 1902/03 auch der erste Fuchsmajor)
  • Kassier phil. (später iur.) Karl Dietl v/o Kugl.

Die Farben der Vindelicia waren zunächst rosa-gold-rot, ab 1906 rosa-gold-blau, die Mützenfarbe rosa (heute: karmesinrot). Die Farben wurden ursprünglich nur bei Verbindungsveranstaltungen und besonderen Anlässen getragen.

1920 erfolgte die Umwandlung des Vereins in die straffere Korporationsform einer auch öffentlich farbentragenden Verbindung mit dem

Namen: "Katholisch deutsche Studentenverbindung FahneVindelicia".

1927 übersiedelte die Verbindung von Hall nach Innsbruck, nachdem die Umwandlung in eine "Katholisch Deutsche Bursche

nschaft" beschlossen worden war und trat dem "Ring Katholisch Deutscher Burschenschaften" (RKDB) bei. Zweimal wurde Vindelicia der Vorort im RKDB übertragen. Unter dem Vorsitz Vindelicias fand im Mai 1931 die 7. Ringtagung des RKDB in Innsbruck statt.

1933 kam es wegen der politischen Ereignisse in Deutschland zu Differenzen mit dem Verband und als die Vindelicia sich von elf aktiven Mitgliedern wegen deren nationalsozialistischen Gesinnung trennte, wurde die Vindelicia am 14. Juli 1933 aus dem unter nationalsozialistischen Einfluss geratenen RKDB ausgeschlossen.

Am 9. Dezember 1933 wurde Vindelicia (nun wieder "Katholisch Deutsche Studentenverbindung") in den ÖCV aufgenommen, der sich am 10. Juli 1933 vom ehedem gesamtdeutschen CV getrennt hatte.

Bei der Machtübernahme der Nationalsozialisten im März 1938 wurde das Verbindungsheim in der Anichstraße besetzt, Verbindungseigentum und Vermögen beschlagnahmt und schließlich die Auflösung der Verbindung (wie aller anderen katholischen österreichischen Hochschulverbindungen) durch Kundmachung der GESTAPO Wien vom 7. Juni 1938 verfügt.

1945 erfolgte die Reaktivierung der Vindelicia mit der Bezeichnung "Katholisch Österreichische Hochschulverbindung" (KÖHV), ab 1956 geändert in "Akademische Verbindung (AV) Vindelicia".

Im Dezember 1955 fand die Einweihung des neuen (jetzigen) Verbindungsheimes im Stöcklgebäude.Innrain 35 statt.

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